4:30 und los geht die Reise nach Sydney ( eine seeeehr lange Reise, die ohne kaffe unertraeglich waere)...Woher weis man dass man nach 8 stunden in Abu Dabi zwischen gelanded ist? Richtig, jeder zweite trägt eine weisse scheichtskutte und die Wegweiser sind alle in schoenen, aber unleserlichen kaligraphischen Kauderwelsch ausgeschildert. Kurz vor Abu Dhabi hatte der pilot übrigens noch die witzige Idee einfach mal zehn Runden im Kreis zu drehen , bis er irgendwann auf arabisch und gebrochenem Englisch verkündete, dass es in Abu Dhabi irgendwelche Probleme gäbe und wir woanders hin fliegen um dort noch ma zu tanken…auf dem halbe Wege nach „wo anders“ durfte wir anscheinend doch nach Sydney und machten kehrt..die flugkurve nach Abu Dhabi sah also wie folgt ausWoher weis man dann 13 stunde später, dass man in Australien ist? Richtig, es ist warm und die ersten Leute tragen surfbretter unterm Arm. Bei 24°C abends um 10 stand ich ein bisschen doof da mit meiner winter jacke. Außerdem hab ich den australiern erstmal Grund gegeben sich über Deutsche lustig zu machen. Als mir der Fahrer anbot vorne auf dem Beifahrersitzt mitzufahren und ich stumpf auf die rechte Seite des Autos trottete um mich dann da hin zu setzten wurde ich erst nur doof angeguckt, dann ausgelacht und gefragt ob ich den Bus fahren wollte... Richtig, da wa doch was, linksverkehr.. Auf der fahrt wurde es an scheinend zum running gag des fahers mich auf den Linksverkehr aufmerksam zu machen.
Endlich im Hostel angekommen, lösten sich alle sorgen über Bettwanzen oder ekelhafte Zimmer auf. Die Lage war perfekt, im wunderschönen Glebe. Ich bin zwar erst seit ein paar Tagen in Sydney, aber bis jetzt finde ich dass Glebe den Preis fürs schönste Viertel bekommen sollte. Da macht es natürlich gar nichts, dass da überall ein paar freakige spinnen in den hecken sitzen. So lange die nicht in meinem zimmer, in meinem bett sitzen, ist ja alles tuti. Und da wären wir wieder beim Hostel. In meinem 4er Zimmer wohnt unter anderem eine etwas verrückte aeltere Dame, die sich des öfteren wiederholt und viel Krams labert. Aber sie ansonsten ganz lieb... An meinem ersten morgen hatte ich dann das Gefühl in ner Zoohandlung aufzuwachen. Gefühlte eine Million Papageien sangen vor meinem Fenster. Einige sich hören an wie nen alter Rasenmäher und produzieren hier töne die einer phonetischen Schreibweise von aarrrrrrrrrrrrrrrrchh nahe kommen anderen hören sich nach Paradies an. Verdammt wie cool, ich bin im Paradis. Da macht es gar nichts, dass ich pro Tag knapp 15 km Laufen, denn nur so lernt man seine Umgebung wirklich kennen. Außerdem sind die Buspreise, wie alles andere hier wucher. Sydney bietet überall nur Wucherpreise. Auf meiner Suche nach eine WG fand ich Durchschnittspreise von 200 dollar die Woche. Eyyy so viel zahl ich in Münster pro Monat. Für meine Wg/Unterkunftssuche verbrachte ich am ersten tag gefühlte 2 Stunden zunächst am Computer um irgendwelche Flatematefinders.com Seiten nach gescheiten anzeigen zu durchwühlen, die nicht aus einem Angebot, mit 4 anderen Leuten ein Zimmer für 150dollar die Woche zu teilen, bestanden. Neben der Internetsuche bestand mein Vormittag darin mir meinen Stundenplan an der Uni bestätigen zu lassen. Das funktionoert wie überall auf der Welt, man wird von einem Schreibtisch zum nächsten geschickt. Aber nichts konnte meine gute laune verderben, immerhin war ich in Sydney.
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