Sunday, 17 July 2011

Northern Territory Teil 1...Lach und Sachgeschichten mit der Maus




Waerend ich hier gerade bei 30 Grad auf meiner Tunfisch Stulle rumkaue und Leute beobachte, fuehl ich mich grade mal wieder echt gut und im Reinen mit mir selbst. Ist ist das erste mal seit langem, dass ich mal wieder nichts tue und entspannen kann. Kein Bangen um eine Anmeldung zum Master, kein Sightseing, kein Wandern, nicht am Bettwanzen-Stiche-Kratzen, nicht um 5 Uhr aufstehen um den Sonnenaufgang ueber einen etwas ueberdimensionierten Stein anzugucken und keine verzweifelten Versuche einem Erfrierungstod in der Wueste zu entgehen. Seit dem ich die Westkueste verlassen hab, hatte ich ein paar bitter kalte Tage. In meinem letzten Blog hatte ich noch gar nicht erwaehnt, wie kalt die letzten beiden Naechte suedlich von Perth waren. Da wir nur zu viele Matrazen im Camper hatten und keine extra Decken haben wir halt kurzerhand jeder ne Matraze auf uns geschmissen. Dieses Matrazensandwitch hat uns aber auch nicht wirklich warm gehalten.
Als ich dann in Adelaide ankam und nach 2 Tagen im, ungefaehr 6700km im Zug, und ich auf einmal wieder Handy Empfang hatte, dachte ich nur Herzlich wilkomen zureuck in der Zivilisation, Abgeschiedenheit Westaustraliens Auf Wiedersehen. In Adelaid hab ich dann einen Tag die Museen und Laeden der Stadt abgeklappert, einfach nur um mal wieder von menschen umgeben zu sein. Aber als ich Abends im Hostel meinen Kamera Aku aufladen wollte, hatte ich dann doch wieder ganz schnell nen Hass auf Zivilisation. Ein mehr oder minder begabtes Maedel hat irgendwie die Steckdose, die meinen Akku mit neuem Leben versorgen sollte, dazu gebracht mein Ladegeraet mit nem Lauten „Poeff“ und nem kleinen Blitz in die Luft zu jagen...So viel zu dem Thema. Von da an wa meine neue Mission ueberall Batterien zu kaufen, da diese in meine Kamera passen, aber nach 10 fotos den geist aufgeben( bis ich dann in Darwin wiederaufladbare Batterien hatte). Wie dem auch sei, das unbegabte Kind hat nicht mal Entschuldigung gesagt, als mein Ladegeraet kaputt wa und ich nen neues fuer 50 dollar kaufen musste. Aber es gibt schlimmeres.

Nach einer weiteren Nacht im Zug und circa 1500km spaeter, kam ich dann in Alice Spring an. An dieser Stelle sei erwaehnt, dass meine naiven dummen europaeischen Vorurteile von einem immer warmen Australiens, oder zumindest einer warmen Wuestenstadt, zerschmettert wurden wie die Titanic am Eisberg. Es war echt ein kalter Abend als ich in den Shuttelbus zum Hostel stieg und auf dem weg dahin, hab ich die ersten Aborigines hier gesehen. Ich kam mir ein bisschen vor wie im Zoo. Wir Touristen wurden mit einem argwoehnischen „ach noch mehr verwohnte Toursiten Blick begutachtet“ waerend wir an den bettelnden Aborignies vorbei kamen. Es ist schon traugig, dass eine der aeltesten Kulturen der Welt, so schlecht von seinem eigenen Land behandelt wird und ich kam mir vor wie ein Eindringling in deren Welt. In den letzten paar Wochen habe ich noch so viel mehr ueber diese bewunderswerte Kultur gelernt und kann nur sagen „Hut ab“. Was die verschiedenen Staemme alles ueber naturgesetze, Heilmittel Ueberleben in unmenschlichen Bedignungen und vorallem Respekt gegenueber einander verinnerlicht haben ist wirklich wahnsinnig.  All dies wurde auf der ersten Tour vom Alice zum Roten Center immer wieder deutlichen. Und hier eine erste Einfuehrung zur Erkundung des Outbacks. 1) Verschlafe die halbe Busfahrt , weil du um halb 6 morgens vom Hostel abgeholt wirst. 2) sei froh die Reise im Winter angetreten zu sei, da du so tagsueber beim Wandern angenehme 20 und nicht 40 Grad hast. 3a) Jammer hin und wieder ein bisschen dass es im Winter hier  Nachts so kalt wird.3b) frier dir Nachts nicht den Allerwertesten ab, sondern zieh 3 lagen Klamotten an. 4) Wunder dich nicht wenn du eine Million Mause im Camp und im Bus oder in einer Reisetasche hast. 5) Verballer auf dem ersten Wanderweg im Kings Canyon dein erstes paar Baterien beim fotografieren. 6) mach eine Billion Fotos von einem ueberdimensioniertem roten Stein, ist ja nicht so als wuerde sonst keine Menschen Fotos davon machen.


In anderen Worten. Das Outback ist wunderschoen aber hat so seine Tuecken.  Die Wanderwege waren wunderschoen und ich haette nie erwartet dass die anderen „Attracktionen“ wie die Olgas ( eine Bergformation 50 km vom Uluru entfernt, die eine etwas andere geologische Entstehung hat als Uluru selbst, der wirklich ein uebergroser Stein ist und kein Berg. Auch wenn die ganzen Gesteine hier vom Weiten alle Aussehen wie auf ner Postkarte, vom Nahen siehst irgendwie noch beeindruckender und surrealer aus. Hatte teilweise den Eindruck in nem Hollywood Studio zu stehen, wo irgendein schlauer Buehnenbildner was ganz sonderbares gebaut hat. Und neben dem beeindruckenden Heiligtum der Anangu Aborigines, wa es auch echt ein erlebnis Nachts in der Wueste zu uebernachten. Am ersten Abened hattem wir keinen Campingplatz und haben einfach unsere Army Schlafsaecke ausgerollt und ueberm Lagerfeuer gekocht. Der Mond wa so hell, dass er unsere einzig wirkliche Lichtquelle war. Gut nur dass der Guide hin und wieder sowas gesagt hat, wie“ wenn ihr Pinkeln geht passt auf dass ihr nicht auf Schlangen tretet, die wachen dann auf und beissen euch in den Hintern“.Na danke. Aber das ganze wurde belohnt mit einem unglaublcih schoenen Sternenhimmel.Da wir aber immer vor Sonnenaufgang geweckt wurden, hab ich unsere Campingstelle nur im dunkeln gesehen ( war wahrscheinlich besser so;).
bedbugs
Nur als ich am naechsten Morgen einen Blick in einen Spiegel geworfen hab ich leider feststellen muessen, dass mich Nachts die Bettwanzen halb aufgefressen hatten. Von 20 Leuten, wa ich diejenige, die nen Schlafsack mit Bettwanzen bekommen hat, da sag noch einmal einer Statistik sei langweilig.









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