Von Palmen Koalas und einem letzten Schlusswort...
Es waren so wenig Touristen auf der Insel, herrlich. Es waren wahrscheinlich mehr Koalas als Touris hier, da die Insel eine der größten Koala Kolonien Australiens bildet. Und nicht nur beim Wandern hab ich diese putzigen Beuteltierchen und ihre Verwandeten die Wallabies, die die ganze Zeit Touristen mit um futter angebettelt haben, gesehen.
Mein Hostel war dierekt neben einer Koalapflegestation. Und wer kann schon der Versuchung wiederstehen ein so putziges Tierchen auf dem Arm zu halten, wenn man dort die Chance dazu hat! Aber eins sei an dieser Stelle gesagt. Auch wenn die Koalas noch so kuschelig drein schauen, die habens faust dick hinter den Ohren. Erstens stinkt man noch 3 Tage nach dem man das Beuteltierchen gehalten hat nach Eukalyptus, zweitens haben die einen eigenartigen Eigengeruch, drittens die sind echt schwer und viertens die haben Krallen das glaubt man gar nicht! Koalas sind jetzt nun nicht die hellste Kerze auf der Torte, und glauben wahrscheinlich wenn man die auf dem Arm hat, dass die von einem Baum gehalten werden. Bewegt man sich nun nur milimeter, so denken die sich „oh der Baum bewegt sich, halt ich mich mal doller fest“ und schwups werden die Krallen tiefer in die Haut gebort. Jaja. In so fern war es wahrscheinlich gefaehrlicher den Koala zu halten, als das 3 Jahre alte Salzwasserkrokodil( Was mir technisch gesehen schon den Finger haette abbeissen koennen...)
Am Abend ging es dann wieder in den Greyhound. Nächster Halt Rockhampton. Warum ausgerechnet Rockhampton? Weil ich meine Reise von Airlie Beach nach Noosa, was 14 Stunden gedauert hätte, in zwei Teilen wollte. Fast jeder Tourist hat kein Interesse an einem Stop im 30 km von der Küste gelegenem Rockhampton und wie ich fest stellen musste, zu Recht. In Rockhampton gibt es nichts, aber auch gar nichts. Allerdings hatte ich mal wieder Glück. Ein Shuttelbus, von einem 30km entferntem Hostel am Strand hatte ein Deal mit Greyhound und somit konnte ich einen Tag in nem Hostel verbringen, bis ich am Abend den nächsten Nachtbus nach Noosa nehmen wollte. Als mir dann der Hostelbesitzer noch von nem Rodeo am Abend in Rockhampton erzahlt hat, war der Tag gerettet. Bevor ich dann von 9 Uhr abends bis halb 3 am Morgen auf den nächsten Greyhound warten musste, konnte ich wenigstens ein bisschen Zeit beim Rodeo verbringen. Aber da ich die Nacht zuvor auch schon im Bus verbracht hatte, hatte ich das Gefühl mein Gehirn war auf Lehrlauf programiert. Die nächsten 5 Stunden waren echt eine Tortour! Wer erfahren will wie ich mich gefühlt hab, setzt euch einfach mal um Mitternacht an eine kalte Autobahn-Raststäte und versucht wach zu bleiben…ich konnte nicht mal lesen so müde war ich. Da mir dank Müdigkeit und dem Australischen Verständnis davon wie hoch eine Klimaanlage eingestellt sein sollte echt kalt war, war das einzige was mich wach gehalten hat, war der Handtrockner im Damenklo. Klingt komisch, ist aber so. Immer wieder hab ich mich einfach unter den Föhn gestellt um wieder ein bisschen Wärme in meine Arme zu bekommen. Aber ich war trotzdem froh um den Zwischenstopp in Rockhampton und es war eine gute Herausforderung. Von hier gings also nach Noosa, wo ich zwei Tage einfach mal nur am Strand gelegen und mich im Surfen versucht habe. Aber so wie ich gesurft hab, wenn man das überhaupt so nennen kann, hätte einem jedem Surfer Tränen in die Augen getrieben. Erstens war mein Board nen Witz, da es echt krumm und schief war( aber gut was erwartet man auch wenn man es umsonst vom Hostel bekommt). Sogar ein Surflehrer der mit ner Gruppe am üben war, hat seinem Kollegen zugerufen der soll sich mal mein Board anschauen wenn er was Lustiges sehen will. Hey, ich bin hier nicht als Entertainer! Lacht über eurer eigenen Surfboards.
Von Noosas Surfer-feeling ging es dann weiter nach Brisbane. Und meine erste Tat in Brisbane, war mal wieder Verwirrung zu stiften, denn wenn ich eins kann, dann ist es verwirrt sein. Als ich vom Greyhound kam und schnurr stracks zu nem Hostelbus gegangen bin ( da mir am Abend vorher als ich ein Hostel per telefon gebucht hatte gesagt wurde ich würde abgeholt) war ich 100% sicher es handel sich um Hostel A. Der Busfahrer blieb aber wehement bei dem Argument Hostel A hätte keinen Bus, aber Hostel B schon, ich hätte also bei Hostel B gebucht. Wie dem auch sei, es schien als hätte ich tatsäschlich beim teuren Hostel angerufen ohne es zu merken. Da ich nun „canceln“ wollte, haben die mir aber 50% Rabat gegeben…Hach was schön, Verwirrung stiften lohnt sich! In Brisbane hab ich dann endlich mal wieder Kunst und Kultur mitgenommen. Im GoMa( Gallery of Modern Art) war zur Zeit eine Auststellung über Surrealismus, also genau mein Ding!
Von Brisbane ging es dann zu meinem letzten Zwischenstop vor Sydney. Vom fast westlichsten Punkt Australiens an der Westküste in Monkey Mia, hatte ich nun den Östlichsten Punkt des Australischen Festlandes erreicht: Byron Bay. In dieser kleinen Hippi Stadt, hab ich ein letztes Mal Sonne getankt und von den Felsen am Leuchtturm, die Buckelwale, die gen Norden wandern, beobachtet. Die Biester springen tatsächlich! Da bezahlt man sonst für Whalewatching Touren ein Heidengeld und hier bekommt man umsonst zu sehen, wie die sich aus dem Wasser schmeißen. Coole Sache. Allerdings sah ich mit meiner kleinen Kodak Kamera, neben 3 professionellen Fotografen, mit mindestens nem guten halben Meter Objektiv echt armselig aus. Mit den Fotografen kam ich aber schnell ins Gespräch und das ist so eine Sache die ich am Reisen vermissen werde. Ich habe so viele unglaubliche Menschen kennen gelernt und das Gefühl ein bisschen was von jedem gelernt zu haben.
Nun sitzte ich hier bei einer Freundin in Sydney und es hat sich wirklisch schon ein bisschen angefühlt wie nach Hause zu kommen. Von den abgelegensten Gebieten Australiens zurück zur größten Stadt. Nach 7 Tagen Zugreise, 2 Wochen im Campervan, 4 Nächten im Greyhound, einer Nacht am Flughafen und 3 Wochen in Hosteln hab ich x km zurück gelegt. Es war eine unglaubliche Erfahrung den Australischen Kontinet zu bereisen und ich muss zu geben ich bin schon ein bisschen stolz. Und das Reisen allein war eine ebenso gute erfahrung wie das Reisen an sich. Und wer will schon Kavier beim Reisen, wenn es doch sowas wie Fertignudeln gibt. Da die Hauptnahrungsmittel eines Backpacers halt nur Reis, Nudeln, Haferschleim und Tost sind, freu ich mich nun auf ein deftiges deutsches Mahl. Ich glaube die Palmen und die Papageien, die mich jeden morgen geweckt haben, werde ich schon vermissen, aber wie sagt dann doch so schön. Zu Hause ist doch am schönsten. See you soon my friends, fare ware Australia!









No comments:
Post a Comment